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Deutsche Meisterschaften 2014. Oi! Oi! Oi! oder 2 Tage Cornhole-Punkrock

Deutsche Meisterschaften 2014

Turniere

Das war sie also, unsere erste Teilnahme an einer deutschen Cornhole-Meisterschaft. Und bereits hier kann ich sagen, dass es sich mehr als gelohnt hat! Ein klasse Wochenende mit gleichgesinnten Cornhole-Freaks aus ganz Deutschland – noch nicht ganz, aber vom hohen Norden (Nordisch by nature ;-) bis ins schöne Frankenland gibt es einige Cornhole-Hochburgen, wo man die Faszination des Spiels glücklicherweise rechtzeitig erkannt hat.

Aber von vorne: Wir – das waren Peter Müller aka Karel WurfGott, Marc Le Roche – seines Zeichens Autor von “Die Zipfeltechnik – Ein Märchen in 4 Würfen”, Matthias Warum-kann-isch-nehmee-graadaus-werfe? Puhl sowie Uwe “The Machine” Thome – machten uns am frühen Samstagmorgen auf den Weg nach Nendingen (bei Tuttlingen, dem schwäbischen Weltzentrum der Medizintechnik), um für Ruhm, Ehre & das Saarland zu sackeln. Aber in erster Linie, um die besagten Freaks endlich kennenzulernen und entsprechende Kontakte zu knüpfen. Quasi-Mitglied unserer Truppe war zudem unser altbekannter Freund Christian “De Speis” Trampert aus Franzenheim bei Trier, so dass wir kaum angekommen, die nun berüchtigte Mosel-Saar-Ruwer-Verbindung gründeten. Leider ging er aber bereits Tags darauf mit einem netten Franken fremd, doch dazu später mehr…

Bereits bei der Anmeldung verlief alles professionell und so durften wir die heilige Halle (wo übrigens ein gebürtiger Saarländer zum Hausmeisterteam gehört) betreten. Und da standen sie nun, die kleinen Bretter samt Maissäckchen, die uns im Vorfeld arges Kopfzerbrechen bereitet hatten. Die ersten Würfe bestätigten die Befürchtungen und wir sahen uns bereits nach der Vorrunde in der Zuschauerrolle inkl. (wahrscheinlich zu vielen) Hefekaltschalen. Doch getreu dem Motto “Religion gehört in die Kirche und nicht ums Loch” nahmen wir die Herausforderung an. Von Spiel zu Spiel ging es besser, wobei bei etwas Pech ein Scheitern in der Gruppenphase mit 52 Teilehmern durchaus möglich gewesen wäre. So brachten wir 3 Mann in die K.O.-Runde, von wo an es aber so richtig zur Sache ging. Hier bereits sehr stark vertreten war das gelbe Cornhole-Geschwader aus Rust, wo man das derzeitige Epizentrum deutscher Cornhole-Kunst vermuten darf. Zudem alles tolle Jungs und Mädels, was generell für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen galt und der Veranstaltung eine angenehme lockere Atmosphäre verlieh. Die Entscheidungsspiele im Einzeln waren dann auch durchweg knapp und hochklassig. Dass wir zum Ende den neuen Meister stellen durften ist natürlich eine tolle Sache, gewonnen hatte aber schon am ersten Tag v.a das Spiel Cornhole mit seiner ganzen Faszination und Dramatik. Nahtlos ging es dann mit letzter Kraft zum gemütlichen Beisammensein mit reichlich Goldstoff der Hirsch-Brauerei  aus dem nahegelegenen Wurmlingen. Entsprechend spät fiel die Rückkehr in unser Quartier in Möhringen aus, wo wir allesamt in einen tiefen (aber zu kurzen) Schlaf fielen.

Bereits um 7.30 Uhr brüllte uns die Kuckucksuhr (Wir befinden uns immerhin noch in der Nähe des Schwarzwaldes…) im Gasthof Löwen aus den Federn. Tag 2 war also da – die Doppelkonkurrenz. Und auf die hatten wir uns im Vorfeld am meisten gefreut, weil wir als Fuß-, Hand- bzw. Volleyballer den Teamsport zu schätzen wissen und es am Brett auch irgendwie lustiger zugeht. Nebenbei bietet sich beim Doppel zudem immer wieder die Gelegenheit, neue Konzentration zu sammeln oder am Bierchen zu nuckeln, während der Partner die Wurfverantwortung hat. Anbetracht des Vortages und der noch bevorstehenden Heimfahrt bevorzugten wir jedoch sonntags eher das Speise- als das Getränkeangebot. Hierfür fanden die Veranstalter des Cornhole Verein Nendingen e.V. tatkräfige Unterstützung bei dem örtlichen Motorradclub, denen man auch nur ungern widersprochen hätte (Nee, natürlich alles liebe Kerle mit Tip-Top-Cateringservice! :-) . Da jedoch alle etwas mit den Folgen des Einzelwettbewerbs zu kämpfen hatten, relativierte sich das ganze und nach einer Vorrunde mit 35 Teams ging ab dem Achtelfinale erneut die Post ab. Unsere beiden Teams (Ja, 4 geteilt durch 2 ist gleich 2) waren auch noch dabei, auch wenn es Müller/Le Roche sehr spannend machten, doch dank Peters Wurfumstellung und Marcs Triumph im Duell der Zipfelmützen zogen sie in die K.O.-Runde ein. Dort standen dann gefühlte 10 Teams aus Rust, die gegenüber dem Vortag nochmals stark auftrumpften. Und so war auch für Puhl/Thome im Halbfinale Schluss, was in dem Feld alles andere als enttäuschend war und somit noch die Gelegenheit für ein abschließendes Weissbier bot. Aber wie oben bereits erwähnt, hatten wir irgendwie ja noch ein weiteres Eisen im Feuer, nämlich besagten Christian Trampert, der mit dem Nürnberger Manfred Ullmann einen kongenialen Partner fand und souverän den Titel einheimste – Respekt!!!

Unser ganz großer Dank geht an alle, die dieses besondere Wochenende ermöglicht haben, insbesondere die Veranstalter vom Cornhole Verein Nendingen e.V. inkl. MCN, dem Deutschen Cornhole Verband um seinen rührigen und für das Cornhole-Spiel stark engagierten Vorsitzenden Christian Blume sowie an alle Mitstreiter und Mitstreiterinnen aus Nendingen, Lindhorst, Pinneberg, Rust, Greding, Nürnberg, und wo sie alle herkamen. Ich hoffe, wir sehen uns wieder, spätestens nächstes Jahr zur Meisterschaft in voraussichtlich Pinneberg.

Habt euch wohl, und einen schönen Sommer mit reichlich Sonne, Spaß & Sackloch ;-)

gez. The Machine